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Es werden Posts vom Oktober, 2026 angezeigt.

Xu Xiake - eine biographische Skizze

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Wir wüssten heute bitter wenig über das Hinterland Chinas in der Ming-Dynastie , hätte es nicht einen gut situierten Abenteurer gegeben - Xu Xiake (徐霞客), 1587 in der Provinz Jiangsu geboren, gestorben 1641 in Jiangyin. Eigentlich Xu Hongzu genannt, aber dann von Freunden mit dem Namen Xiake geehrt. Was man etwa übertragen könnte als "zum Sonnenuntergang den Wolken folgend".  Ein Name, der Programm war. Denn Xu Xiake war zwar Literat, schrieb aber nicht in den hier eher wichtigen Genres der Abenteuerliteratur . Abenteuer erlebte er gewissermaßen nur "nebenher". Sein Metier war nämlich die 遊記文學 (Yóujì wénxué), die Reiseliteratur. Weit weg von den heutigen Reiseführern, in denen fast nur noch Highlights abgehakt werden. Sondern eine Sammlung von Aufzeichnungen, die der Autor auf seinen Wanderungen durch Welt niederschrieb. Beobachtungen, Essays zu lokalen Themen, Aufgeschnapptes von Einheimischen und anderen Reisenden. Was im Fall des Xu Xiake zu einem Mammutwerk w...

Südliche Archive

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南部档案 (Nánbù dǎng'àn, wörtlich "Südliche Archive", engl.Titel "Archives: The Nanyang Mystery") ist C-Drama in der Tradition des Grabräuber-Welt . Mit 33 Folgen von jeweils etwa 40 Minuten etwas länger als der Industriestandard des Erstsendungs-Jahres 2026, aber noch nicht wirklich ausufernd. Sollte man denken.  Ich wage jedoch anzumerken, dass man mindestens drei Folgen hätte einsparen können - schlicht durch Weglassung von schier endlosen Momenten, in denen die zwei männlichen Hauptdarsteller vor sich hin schmachten, in Selbstmitleid aufgehen, oder der verlorenen Unschuld nachtrauern. Wenn man es mag, okay, aber mir war das einfach zu nervig. Womit ich dann aber eigentlich schon mit den Negativa durch bin (die Sache mit den "deutschen Waffen" ist für Laien eher vernachlässigbar).  Die Inhalte sind relativ schnell zusammengefasst - Zhang Hai Lou (gespielt von Zhang Xin Cheng) und Zhang Hai Xia (Ding Yu Xi) sind Agenten der "Südlichen Archive"...

Di Renjie - ein internationales literarisches Nachleben

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Der historisch verbürgte Beamte und Würdenträger Di Renjie (狄仁傑) (630-700) diente in der Tang-Dynastie sowie der Kaiserin Wu Zetian , wurde als brillanter Denker sowie sehr diplomatischer Ratgeber bekannt. Und erarbeitete sich posthumen Ruhm als Held von international bekannten Detektivgeschichten. Wodurch der fiktionale Di heute bekannter als sein historisches Vorbild ist - und zugleich ein kurioses Beispiel von scheinbarer "kultureller Aneignung" sein könnte. Der "echte" Di Renjie ging als gerechter, kluger Mann in die Geschichte ein . Und irgendwann auch in die Geschichten. Die im alten China vor allem mündlich überliefert wurden. Aber spätestens im 19. Jahrhundert auch gesammelt, niedergeschrieben und dann gedruckt. Etwa als 武则天四大奇案 (Wǔzétiān sì dà qí àn, übersetzt "Die vier großen Fälle von Wu Zetian"). Dies war im Kern ein Buch im Genre des Gong'an , was (wie auch die eigentliche Hauptperson) im alternativen Titel deutlicher wird: 狄公案 (Di gong’an...